Zu den persönlichen Voraussetzungen zählen Einsatzbereitschaft, Überzeugungskraft, eine hervorragende Kommunikation, logisches Denken, Geduld, physische Belastbarkeit sowie Durchhaltevermögen. Zudem ist Organisationstalent gefragt. Fachlich überzeugst Du mit einem guten Universitäts- oder Hochschulabschluss mit Fokus auf den Bereich Wirtschaft oder Naturwissenschaft. Spezielle „Management oder Consulting“ Studiengänge sind zudem ein gutes fachliches Fundament. Gute Kenntnisse im internationalen Business sind wünschenswert.

Unternehmensberatung gründen

Das solltest du für deinen Unternehmensstart wissen

Um selbstständiger Unternehmensberater zu werden, sind keine speziellen Qualifikationen nötig. Selbst der Titel „Unternehmensberater“ ist nicht geschützt. Die Erstellung eines Businessplanes inklusive Strategien und Konzepten sollten Dir liegen. Du weißt heute schon, wo Du in 10 Jahren stehen und was Du wie bis dahin erreichen möchtest. Je durchdachter und begründeter Dein Finanzplan erstellt ist, umso eher gelingt es, mögliche Investoren von Dir und Deinen Fähigkeiten zu überzeugen. Zudem profitierst Du mit einem klugen Businessplan von staatlichen Zuschüssen und Förderungen. Das heißt, je besser Dein Finanzplan aufgestellt ist, umso schneller gelingt Dir der Start als Unternehmensberater.

 

Weiterhin ist die Rechtsform entscheidend, mit der Du als Unternehmensberater tätig bist. Als Einzelunternehmen ist kein Mindestkapital nötig, die Kosten zur Gründung sind gering, sämtliche Entscheidungen triffst Du allein. Bei einer GmbH hast Du steuerliche Vorteile und haftest mit dem Vermögen der Gesellschaft, jedoch liegt hier das Startkapital bei 25 Tsd. Euro. Bei einer GbR haftest Du mit Deinem Privatvermögen, benötigst kein Mindestkapital und auch keine Buchhaltungspflicht. Informiere Dich im Voraus über die Details zu Kapital- und Personengesellschaften sowie dem Einzelunternehmen, der in Deutschland geläufigsten Unternehmensform. Der Rat eines Steuerberaters über die Entscheidung der Rechtsform ist von großer Bedeutung hinsichtlich steuerlicher und buchhalterischer Folgen.

 

Essenziell für Dich ist die Absicherung beruflicher und finanzieller Risiken. Es besteht zu Beginn stets eine hohe Risikofreude, die Du mit einer Vermögenshaftpflicht absichern solltest. Ebenso das Absichern gegen Schadenersatzforderungen von Kunden und Konkurrenten.

Erste Schritte

In erster Instanz meldest Du Dich beim Gewerbeamt und beantragst eine Gewerbeanmeldung. Das zuständige Finanzamt wird automatisch über die Anmeldung Deines Gewerbes unterrichtet. Im Anschluss erhältst Du einen Fragebogen für die Erfassung Deiner Daten, zudem eine Steuer-ID zur Rechnungserstellung. Parallel wirst Du Mitglied der IHK. Vom Gewerbeamt wird die BG informiert. Als Unternehmensgründer stehst Du in der Pflicht, Dich innerhalb kurzer Zeit bei der Verwaltungs-Berufsgenossenschaft anzumelden.

Hast Du all das erledigt, beginnt Deine Arbeit Kunden und Aufträge zu generieren. Damit Du erfolgreich bist, setzte passende Vertriebs- und Marketingstrategien ein, wozu die Durchführung einer Marktanalyse gehört, das Erkennen der Bedürfnisse deiner Zielgruppe sowie eine gute PR. Zudem sollte der Standort Deines Büros repräsentativ sein und die Räume für Besprechungen attraktiv und ansprechend erscheinen. Eine informative Webseite sowie aktuelle Geschäftspapiere sind selbstverständlich für Deine Arbeit.

 

Als Unternehmensberater unterstützt Du Unternehmen in allen betrieblichen Angelegenheiten, optimierst ihre Aufgaben und Prozesse. Eine Unternehmensberatung heißt für Dich komplex und zeitintensiv zu arbeiten, wobei diese Tätigkeit parallel mit vielen Herausforderungen und Risiken verbunden ist. Dinge, die Du beachten solltest, bevor Du Dich dazu entschließt, als Selbstständiger eine Unternehmensberatung zu gründen.

 

Für einen nachhaltigen Erfolg benötigst Du Kenntnisse in allen betriebswirtschaftlichen Bereichen, mehrjährige Berufserfahrung in verschiedenen Unternehmen/ Branchen sowie persönliche Talente und Fähigkeiten. Dazu gehören unter anderem eine analytische Denkweise und herausragende Überzeugungskraft.

Das dürfen Kunden von Dir erwarten

Lösungskompetenz: Du solltest Dich in einem speziellen Thema optimal auskennen, sodass es sich für Deinen Interessenten lohnt, Dich entsprechend zu entlohnen. Sicher wirst Du mit 20 Jahren nicht die Berufserfahrung aufweisen wie mit 35. Das heißt, sammle Erfahrungen in verschiedenen Firmen unterschiedlicher Branchen, denn ohne diese wirst Du keinen Beitrag zur Optimierung bzw. Problemlösung leisten können.

 

Referenzprojekte: Punkte bei Deinen Kunden mit starken Argumenten. Erfolgreiche Projekte, die Du vorweisen kannst, sprechen für Dich und Deine Arbeit. Fehlen dir diese Nachweise von Referenzen, wird es schwer werden, Aufträge zu generieren. Empfehlungen von Kunden bzw. deren Erfolgsgeschichten sind für Dich von essenziellem Vorteil.

 

Kundennetzwerk: Vorteil für potenzielle Auftraggeber ist ein gut ausgebautes und breit gefächertes Netzwerk. Hast Du Erfahrung im Bereich Beratertätigkeiten sammeln können, spielt Dir dies zu; Denn so kennst Du bereits Unternehmen mit ihren Ansprechpartnern, eventuell auch damalige Kollegen. Ein gut ausgebautes Netzwerk ist das Herz Deiner Arbeit und Deines Erfolges.

Ausdauer und finanzielles Polster

Bevor Du den Entschluss fasst, als selbstständiger Unternehmensberater tätig zu werden, sei Dir im Klaren darüber, dass eine finanzielle Rücklage bzw. Polster zu Deiner Sicherheit vorhanden sein sollte. Dies wirst Du für Schulungen, Seminare, Coachings oder Lehrgänge brauchen, die allesamt Geld kosten, um Deine Karriere stetig zu fördern. Denn zum Schluss bleibt nur zu sagen:

„Wer immer tut, was er schon kann, bleibt immer das, was er schon ist.“ (Henry Ford)